Beiträge vom September, 2010

Unser Nachbar…

Samstag, 25. September 2010 10:06

“der Ältere hinter der Bambushecke” – hat mal wieder was Neues ausgeheckt. Nachdem er drei Tage lang die Keller mit gehobelten Kanthölzern abgeteilt hat, diese danach mit über 1000 Schrauben fixierte, ist er vorerst zufrieden, der Nachbar. Sein neuester Plan, im Keller ein Gemeinschafts-WC zu installieren – (falls man beim Wäscheaufhängen ein dringendes menschliches Bedürfnis verspürt) wird  zu seiner großen Enttäuschung von seiner lieben Gattin überhaupt nicht goutiert.

Dafür hat der 82-jährige Jungspund uns heute Morgen mit Kunst überrascht: Dieses eindrucksvolle Schwarz-weiß-Bild ziert den Eingang unseres Kellers…

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Seit Wochen höre ich …

Montag, 20. September 2010 21:28

immer wieder – im Autoradio, beim Friseur einen Song, der mich anrührt. Soul. Soul wie gestern am Sonntagabend.  Ich war der Meinung, daß der Song von Amy Winehouse stammt. Irrtum.

Zappte rum, landete bei Sat-1 – nun weiss ich,  daß Plan B singt – ein Mann mit einer auf den ersten Hör – zarten  Frauenstimme...

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Sonntagabendblues…

Sonntag, 19. September 2010 21:28

… Angela Brown, eine Vollblut-Bluessängerin und ihr Freund, der eher hochaufgeschossene dünne Pianist Ranneberg waren wieder da. Endlich, nach vielen Jahren. Chicagoblues – Soul –  im Nachbarort. Die Frauen des Kulturzentrums im Nachbarörtchen hatten für ca. hundert Zuhörer bzw. Zuhöhrerinnen Stühle aufgestellt, den Riesenflügel poliert, Wein und Bier besorgt und total leckere frisch belegte Brötchen geschmiert.

So kraftvoll saftig diese Frau, ansteckend – das Besingen der Liebe, des Lebens.

Ein sehr geglückter anrührender Ohrenschmaus war das …

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Ein besonderer Service…

Mittwoch, 15. September 2010 18:32

wurde mir heute auf einem Handzettel angeboten.
“Wir legen Wert auf persönliche Betreuung und guten Service – Sie sollen sich wohl fühlen”
Wir bieten Ihnen – KOFFERRAUMSERVICE!

Was, ein Kofferraumservice, doch nicht etwa eine erotische Dienstleistung im Kofferraum?
Hastig las ich weiter “PERSÖNLICHE Leergutannahme, keine Automaten”.

Hach, da fiel der Groschen, nichts Erotisches – ein Getränkehändler schleppt einem  die schweren Wasser- bzw. Bierkisten in den Kofferraum des Autos.
Und danach? Logisch, dann werden die geleerten Flaschen persönlich mit warmer Menschenhand wieder einzeln zurückgenommen.

Toller liebevoller Service, da bleibt dem Leergut der Schock des freien Falls sowie der Aufprall auf Artgenossen in einen seelenlosen, düsteren Leergutautomaten erspart.

P.S.: In 100 Tagen ist übrigens wieder das Fest der Liebe – Heiligabend…

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Rühreier…

Montag, 13. September 2010 20:45

Mann: Schnäuzelchen – Wochenende, endlich Wochenende!

Frau: Ja, mh?

Mann: Ich hab mir gedacht, dieses Wochenende entspannen wir mal so richtig. Keine Sauna, kein Konzert, kein Großeinkauf, keine Besuche von Verwandten, nur Du und ich. Die Kinder nimmt Mutti. Wir schlafen ganz lange aus, frühstücken ausgiebig und danach machen wir endlich mal wieder – hm – feine schmutzige Sachen?

Frau: Ach? Endlich mal wieder?

Mann: Schnäuzelchen, wir müssen wirklich mal wieder reden.

Frau: Worüber denn? Also gut, o.kay, dann reden wir mal wieder…

Mann: Über unser Wochenende ohne Kinder! Wir frühstücken schön und danach, ich sagte es doch eben schon …

Frau: Komm mir jetzt nicht mit schmutzigen Sachen! Ich will, nein – ich muss jetzt über Rühreier reden.

Mann: Über Rühreier?!

Frau:: Ja. Über Rühreier! Seit zehn Jahren bestehst du auf deine dämlichen Rühreier mit Speck oder heißt das Rühreiern, egal.

Mann: Was? Was sagst du da, ich bestehe auf Rühreier? Ich doch nicht, du hast zu viel Loriot geguckt.

Frau: Pah, komm mir jetzt nicht mit Loriot! Letzten Freitag zum Beispiel. Mein Vorschlag, kein Großeinkauf, kein umständliches Frühstückgedöns, keine zu den Tischsets passende Servietten, keine plätschernde Moldau oder Amy Winehouse’s “Going black to white Gedudel”. Einfach in Ruhe dasitzen, Zeitung lesen, einen Joghurt löffeln. Das ist Wochenende!

Mann: Der Titel ist “Going back to black”.

Frau: : Black to white oder going back to black – ist mir doch piepe. Du hast ja solch eine abgefeimte Art, mich oberlehrerhaft zu belehren …

Mann: Abgefeimt. Abgefeimt. Immer benutzt Du diese mittelalterlichen Ausdrücke.

Frau: Mittelalterlich? Spielst Du etwa auf meinen runden Geburtstag an? Das ist ja so was von ausgepicht!

Mann: Liebelein, lass uns reden, unsere Paartherapeutin empfiehlt doch Reden-reden-reden.

Frau: Was mach’ ich denn anderes? Hach, gleich kommt wieder Deine Besserwisserei “Schnäuzelchen, prima Rühreier muss man gekonnt aus dem Handgelenk schieben, langsam vom Rand aus zur Mitte, kurz warten, am Besten im Kopf von 2 – 5 zählen, dann wieder vom Rand zur Mitte locker aus dem Handgelenk. schieben, warten, schieben… und Dein gebratener Speck stinkt danach wieder die ganze Bude voll!

Mann: Wie bitte? So stell mich doch nicht als einen tumben, verfressenen kanadischen Baumfäller hin, der ständig auf korrekt geschobene Rühreier besteht!

Frau: Ts-tst-ts.

Mann: (Erhebt sich, stützt seine Arme aufs Balkongitter, starrt auf den Baum im Nachbargrundstück).

Frau: Ach, Du weichst aus, rennst einfach weg? DU wolltest doch mal wieder reden! Und nun starrst Du wie ein beleidigtes Edelfräulein von seinem Söller auf Nachbars Platane!”

Mann: (Murmelt versonnen)
Birmingham – Tokio – Leipzig – Liverpool – Amsterdam – Tokio -  in jedem, aber wirklich jedem anständigen Hotel bekam ich wundervolle Rühreier mit  krossen Specklocken  umkränzt – ach, die allerallerbesten Rühreier waren wohl die im Mövenpickhotel in …

Frau: Du-hast-wohl-nichts-als-Rühreier im-Kopf!

Mann: GENAU!

Anmerkung:
Im Dorint-Hotel in der Eifel tagte ein Ärztekongress  “Biersdorfer Krankenhausgespräche”.

Beim üppigen Frühstücksbuffet umkreisten die teilnehmenden Ärzte sehr zögerlich die gesunden Müslis, die frisch gepressten Fruchtsaftangebote, die Bio-Vollkornbrote, die Knäckebrote, die Veganer-Angebote.  Beim geräucherten Lachs und der Eifeler Leberwurst  schluckten sie kurz, dann “piepegal – ich esse heute mal …” Als die Kuhle mit den wundervollen Rühreiern urplötzlich leergeschaufelt war, entstand eine spürbare Enttäuschung in der hungrigen Warteschlange. Kein Rührei mehr da, was nun??

Dem Herrn sei Dank – öffnete sich eine Schiebetür, heraus trat eine gewaltige Frau, die sehr anmutig 20 Spiegeleier ganz, gaanz  langsam in die  leere  Edelstahl-Rühreier-Wärmekuhle drapierte…

Fein war das, wie damals in Paris.

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